EIN EINZIGARTIGES KONZEPT

Der Begriff „Vernissage“ bezeichnet ursprünglich nicht die offizielle Eröffnung einer Ausstellung, sondern den Vorabend, wo zum Abschluss des Ausstellungsaufbaues Freunde und Bekannte und andere Gäste hinzu kamen, Getränke oder Speisen mitbrachten, während die Maler ihre Werke mit einem Firnis (franz Vernis), einem dauerhaften Schutzlack überzogen.
Dabei besichtigte man die Ausstellung vorab und trifft sich mit Freunden und Bekannten.

kunst@work steht nun seit 10 Jahren als Garant für eine vielschichtige Kunstgalerie mit abwechslungsreichen und spannenden Themen rund um die Malerei, Bildhauerei und Installation.

06. Mai 2022

  • MATTHIAS GÖHR

OKT 2021

  • BERND KALUSCHE

VERGANGENE

  • GAN-ERDENE TSEND

MATTHIAS GÖHR

Ä‘ stiggel Glick
Der in Silz lebende Künstler Matthis Göhr versteht es, einem orientalischen Geschichtenerzähler gleich, mit seinen Bildern in eine zauberhafte Welt der Märchen und Fabeln zu entführen.
Auch in seiner aktuellen Ausstellung „Ä‘ stiggel Glick“ stehen der Mensch, die Tiere und das Glück im Mittelpunkt, wobei bei Matthias Göhr das eine vom anderen nicht zu trennen ist.
Doch der in Silz lebende Künstler illustriert keine bekannten Tiergeschichten und Sagen. Er erschafft sich mit seiner Malerei – dabei arbeitet er in einer, ihm eigenen Technik mit Öl auf Rupfen – eine ganz besondere, kleine Welt voller zauberhafter Figuren, die die Seele berühren. Stets geheimnisvoll und rätselhaft lässt Göhr auf seinen Bildern immer wieder Neues entdecken.
Doch nicht alle Werke machen fröhlich. Matthias Göhr versteht es, doppeldeutig und spitzfindig auf die Probleme der Gegenwart aufmerksam zu machen. Wie ein echter Märchenerzähler versäumt er es nicht, den Betrachter hin und wieder zurückzuholen in eine Welt, die den Heuchlern und Gewalttätern in die Hände gefallen ist – und die zurückerobert werden will, von Menschen, die sich von Gott getragen wissen.
Der 50 jährige Autodidakt wurde in Landau geboren und arbeitet seit 1992 als freischaffender Künstler. Seitdem begeisterte er in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland mit seinen märchenhaften Bildern, von denen die meisten die Welt vergessen lassen. (Lilo Hagen)

HUNDERT UND EINS

BERND KALUSCHE

Kunst ist etwas ganz Einfaches: Sie ist Leben. Sagt Bernd Kalusche.
Keine Frage also, dass in der aktuellen Schau einiges zusammenkommt. Dieses Mal nicht
präsentiert in großen Formaten. Davon finden wir nur eines. In aller Ruhe bietet es sich uns
an. Es wächst und wird immer mitteilsamer, je länger wir es betrachten. Derweil rufen
einhundert kleine Formate nach uns. Sie bespielen ihre eigene Wand in komponiertem
Rhythmus, mit wechselnder Lautstärke. Ein reicher Vielklang aus Material, Farbe und Form.
Im Schauen und Sehen wird klar: Das Leben ist alles, nur kein Stillstand.

ZWISCHEN EINSAMKEIT, WEITE UND FERNE

GAN ERDENE TSEND

Gan-Erdene Tsend lebt seit 2001 in Deutschland. Er wurde in der Mongolei geboren und ist dort auf dem Land aufgewachsen. In seinen Ölmalereien findet man häufig Spiegelungen. Was es damit auf sich hat, erklärt uns Gan im Interview. Außerdem sprechen wir über die Beziehung zwischen Bild und Betrachter und über die Entstehung seiner figürlichen Arbeiten.